Vom kleinen Kern zum wertvollen Kernöl
Bis ein hochwertiges Kürbiskernöl am Salat, in der Eierspeise oder als besonderes Topping auf Vanilleeis genossen werden kann, sind viele Arbeitsschritte und sorgfältige Handgriffe notwendig.
Alles beginnt mit einem kleinen Kern.
Sobald die Wetterbedingungen genau geprüft wurden und passen, geht es mit dem Traktor hinaus aufs Feld. Mit Hilfe der Setzmaschine wird jeder einzelne Kern in die Erde gebracht, wo er nun in Ruhe keimen und zu einer kräftigen Kürbispflanze heranwachsen darf.
Ab diesem Moment heißt es: Geduld haben. Der Acker wird täglich – wirklich jeden Tag – kontrolliert, um sicherzustellen, dass sich alles gut entwickelt.
Sind die jungen Pflanzen groß genug, wird erneut mit dem Traktor über das Feld gefahren, um das Beikraut zu hacken. So wird verhindert, dass es den Kürbispflanzen zu viel Kraft und Platz nimmt. Doch nicht alles lässt sich maschinell erledigen – oft muss auch händisch zur Harke gegriffen werden, was einiges an Zeit und Kraft erfordert.
Wenn die ersten Blüten erscheinen, steigt die Vorfreude – und man kann es kaum erwarten, die ersten kleinen Kürbisansätze zu entdecken.
Sobald die Kürbisse wachsen, wird der Blick auf den Wetterbericht noch genauer. Besonders Hagel kann in kurzer Zeit viel zerstören, deshalb wird jede Wetteränderung aufmerksam beobachtet.
Dann ist es endlich so weit: Die Kürbisse werden zusammengeschoben, die Kürbisputzmaschine kommt zum Einsatz und die wertvollen Kerne werden anschließend zur Trocknungsanlage gebracht. In diesem Moment fällt einem ein großer Stein vom Herzen – die Ernte ist geschafft.
Das Schönste jedoch ist der Genuss: Wenn schließlich das eigene, frisch gepresste Kernöl auf den Tisch kommt und seinen einzigartigen Geschmack entfaltet.